Hinter den Kulissen der Risikoprüfung

Simon Laule ist Gruppenleiter Risikoprüfung bei der Stuttgarter. Die Arbeit seines Teams findet überwiegend im Hintergrund statt und ist doch so entscheidend für Vermittler und deren Kunden. Laule gibt Einblicke in die Risikoprüfung und liefert Antworten auf häufige Bedenken von Kunden.

© Die Stuttgarter

„Mit diesen Vorerkrankungen bekomme ich keinen Schutz!

Das stimmt zum großen Teil nicht – nicht jede Vorerkrankung stellt ein erhöhtes Risiko dar. Auch aufgrund des medizinischen Fortschritts sind immer mehr Kunden, wenn auch mit Klauseln oder Zuschlägen, versicherbar.

Bei rund 92 Prozent unserer BU-Anträge kommt schlussendlich ein Versicherungsvertrag zustande.

Bei psychischen Vorerkrankungen ist Versicherungsschutz unmöglich!

Diese Aussage ist zu pauschal – Psychische Erkrankungen sind der Leistungsauslöser Nr. 1. Doch nicht bei jeder psychische Vorerkrankung ist der Versicherungsschutz gänzlich ausgeschlossen. Entscheidend ist die Art der psychischen Erkrankung, deren Ausprägung, Behandlung und zeitlicher Verlauf.

Der Versicherer drückt sich nachher ohnehin um die Leistungen.

Hier ist die Wahl des Anbieters entscheidend – ob bei Antragstellung oder im Leistungsfall, ein genaues Prüfen ist notwendig, um das Kollektiv zu schützen und die Beiträge stabil kalkulieren zu können.

Die renommierte Ratingagentur Morgen & Morgen hat vor Kurzem bestätigt, dass Die Stuttgarter über eine sehr gute BU-Leistungsquote und ausgezeichnete Prozessquote verfügt.

„Der Versicherer prüft jede Bagatellerkrankung.“

Die Risikoprüfung findet schon im Antragsprozess statt – unser Ziel ist es, im Leistungsfall schnell und unbürokratisch die Leistungen zu zahlen. Deswegen ziehen wir die Risikoprüfung in den Prozess der Antragsstellung und nicht erst in den Prozess der Leistungsprüfung.

„Je weniger Gesundheitsfragen im Antrag, desto besser!“

Transparenz und Verständlichkeit sind entscheidend(er) – weniger Gesundheitsfragen kommen meist dadurch zustande, dass Gesundheitsfragen zusammengefasst oder einzelne Fragen offener und damit weniger konkret gestellt werden.

Die Stuttgarter setzt auf Transparenz und Verständlichkeit ihrer Gesundheitsfragen und wirkt damit auch einer möglichen vorvertraglichen Anzeigepflichtverletzung sowie unnötigen Antragsrückfragen entgegen.

„Ich warte auf eine Prämienaktion, um einen möglichst preiswerten Schutz zu bekommen.“

Die Prämienhöhe ist kein alleiniges Auswahlkriterium – neben dem Preis sollte eine BU auch nach den Leistungen, der individuellen Annahmeentscheidung und der Finanzstärke des Anbieters ausgesucht werden.

Die Stuttgarter steht für eine solide Beitragskalkulation und musste die Prämien noch nie anpassen. Zum Schutz unseres Kollektivs, worauf unsere Bestandskunden vertrauen, führt Die Stuttgarter keine solchen Prämienaktionen durch.

„Es werden doch eh nur Top-Berufe versichert.“

Risiken müssen fair bewertet werden – Berufe werden anhand ihres individuellen Berufsunfähigkeitsrisikos adäquat in 16 Berufsgruppen eingeteilt. Dadurch ist gewährleistet, dass ohne Quersubventionierung ein gerecht kalkulierter Beitrag für den jeweiligen Beruf gezahlt wird.

„Die meisten Anträge werden letztlich abgelehnt.“

Die Ablehnungsquote ist sehr gering – bei rund 2 Prozent aller eingereichten BU-Anträge können wir aus Risikogesichtspunkten keinen Versicherungsschutz anbieten und müssen ablehnen oder zurückstellen.

„Stichproben-Hausarztberichte bei Antragstellung sind überflüssig.“

Sie dienen der Betrugsprävention – Stichproben-Hausarztberichte sind im Markt üblich und schützen einen Versicherer vor bewusst betrügerischem Verhalten (Antiselektion). Diese Stichproben haben sich bewährt. Rund 30 Prozent der Stichproben ergeben, dass eine zuvor normale Annahme nicht möglich ist.

Risikoprüfer Simon Laule stand für ein Interview zur Verfügung, in dem er unter anderen über vermeidbare Fehler in der Antragstellung und über den Auftrag, das Kollektiv zu schützen, berichtet.

Simon Laule

Gruppenleiter Risikoprüfung bei der Stuttgarter